SOMMERAKADEMIE 2011

Die diesjährige Sommerakademie 2011 entsteht in Kooperation der AKADEMIE FÜR DARSTELLENDE KÜNSTE, DRAMATEN und der NEUEN ELBLAND PHILHARMONIE. Im Zentrum einer 8 wöchigen künstlerischen Arbeit stehen der englische Komponist Gustav Holst und sein Werk “THE PLANETS”. Gemeinsam sollen sich Musik, Theater, Tanz- und Filmschaffende in die künstlerische Auseinandersetzung begeben, um in einem Gesamtkunstwerk eine phantastische Bildwelt zu erschaffen, die die Komposition Gustav Holst’ in einen zeitgenössischen Kontext stellt. Das Publikum soll die Musik nicht nur hören, es soll sie sehen!

SOMMERAKADEMIE 2011

[Ausschreibung]

VERANSTALTER

Akademie für Darstellende Künste, Dresden

Ltg.: Kathleen Gaube

Königsbrücker Str. 70

01099 Dresden

Tel.  + 49 (0) 163 – 6 95 45 26

Fax. + 49 (0) 351 – 2 07 31 47

Email: post@adk-dresden.de

Internet: http://bw.adk-dresden.de/

in Zusammenarbeit mit:

DRAMATEN | Studio- und Künstlertheater

Künstlerische Direktion: Volker Metzler

Königsbrücker Str. 70

01099 Dresden

Tel.  + 49 (0) 351 – 2 53 81 54

Fax. + 49 (0) 351 – 2 07 31 47

Email: post@dramaten.de

Internet: http://dramaten.de

NOVUM

Neue Orchesterverwaltung- und Marketinggesellschaft mbH

Intendant: Christoph Dittrich

Kirchstr. 3

01579 Riesa

Tel. + 49 (0) 3525 – 72 26 0

Fax. +49 (0) 3525 – 72 26 49

Email: info@neue-elblandphilharmonie.de

Internet: http://www.neue-elbland-philharmonie.de

PROJEKT

GUSTAV HOLST – THE PLANETS

DER KOMPONIST

Gustav Holst (geboren am 21. September 1874 in Cheltenham und gestorben am 25. Mai 1934 in London) ist einer der bedeutendsten englischen Komponisten. Bereits in der Schule begann er als Autodidakt mit dem Komponieren. Diese ersten Werke wurden von Dorfchören aufgeführt. Im Alter von 17 Jahren versuchte er das Komponieren professionell zu erlernen, indem er sich bei dem damals bedeutenden Lehrer Charles Villiers Stanford bewarb. Doch erst zwei Jahre später bestand er die Aufnahmeprüfung für die Fächer Komposition und Posaune. Sein Lehrer Stanford beurteilte ihn als fleißig aber nicht als brillant. Während seiner Studentenzeit begegnete er den Komponisten Ralph Vaughan Williams, mit dem er eine lebenslange Freundschaft hielt.

Nach dem Studium konnte Holst sich und seine Frau anfangs nur mit dem Posaunenspiel finanziell über Wasser halten. Um mehr Zeit für das Komponieren zu haben, dem sein wahres Interesse galt, entschied er sich, das Posaunenspiel aufzugeben. Holst nahm in dieser Zeit Stellen als Musiklehrer an. Hier zeigte sich sein außerordentliches Talent zum Unterrichten – so z. B. als er 1907 die Verantwortung für das Orchester des Morley Colleges übernahm, das zu diesem Zeitpunkt aus zwei Violinen, einer Flöte, drei Klarinetten, einem Horn und einem Klavier bestand. Vier Jahre danach führte er mit diesem Ensemble das seit 1697 nicht mehr gespielte Werk “The fairy Queen” von Henry Purcell auf. Gustav Holst hatte häufig Gelegenheit mit Amateuren zu musizieren und galt dabei als unendlich geduldig (während er bei ProfimusikerInnen skrupellos sein konnte).

Nach dem überragenden Erfolg von “The Planets” wurde Holst viel gefeiert und alle nachfolgenden Kompositionen als Meisterwerke gelobt, was Holst misstrauisch stimmte: “Nun verstehe ich den Kern des Sprichwortes ‚wehe dir, wenn alle Welt gut über dich spricht.’” Nach einer längeren, gesundheitlich bedingten Abwesenheit aus dem öffentlichen Leben wurden seine Stücke jedoch weniger beachtet. Holst verbitterte das nicht im mindesten, pflegte er doch zu sagen, dass es die größte Freude für einen Künstler sei, bekannt und respektiert zu sein bei all denen, die sich für wahre Kunst interessieren, und ignoriert zu werden vom ganzen Rest.

DAS WERK

Die Komposition “The Planets” von Gustav Holst folgt der Idee, jedem Planeten unseres Sonnensystems einen Charakter zuzuordnen und diesen musikalisch darzustellen. Dieses Konzept, das im Jahr 1917 völlig neuartig war, wurde von einem Freund des Komponisten inspiriert, der mit ihm 1913 ausführlich über Astrologie diskutierte. Die einzelnen Sätze sind überschrieben mit Titeln wie “Venus, die Friedensbotin”, “Jupiter, der Freudenbringer” oder “Neptun, der Mystiker”. Die unterschiedlichen Planetencharaktere werden durch eine Orchestrierung zum Ausdruck gebracht, die von zärtlichsten gedämpften Streicherklängen bis hin zu monumentalstem Orchestersound reicht. Bei der Uraufführung 1918 wurde der Satz “Mars, der Kriegsbringer” als eine Beschreibung der Schrecken des ersten Weltkriegs verstanden, der zu diesem Zeitpunkt immer noch tobte – so erschüttert war das Publikum von dem unerbittlichen im 5/4-Takt gehaltenen Marschrhythmus und den bis zum vierfach gesteigerten Fortedissonanzen.

Es fehlen die Planeten Pluto und die Erde. Pluto wurde erst sieben Jahre nach Beendigung der Komposition entdeckt, konnte also nicht vertont werden. Die Erde ist nicht berücksichtigt worden, weil sie uns so detailliert bekannt ist und in der Astrologie eine völlig andere Stellung hat als der Rest der Planeten.

LEITUNG

Musikalische Leitung: GMD Christian Voss

Inszenierung: Volker Metzler

Choreographie: Katja Erfurth

Kamera: Wolfgang Gaube

Es spielt das Orchester der Neuen Elbland Philharmonie unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christian Voss.

DAS KONZEPT

Im Rahmen der Sommerakademie 2011 entsteht ein Gesamtkunstwerk aus Musik, Theater, Tanz und Film. Ausgehend von der Komposition Gustav Holst‘, wollen wir uns mit den verschiedenen Ausdrucksformen in die künstlerische Auseinandersetzung begeben. Ziel ist es, mit den Mitteln des Films, des Theaters und des Tanz eine phantastische Bildwelt zu erschaffen, die die Komposition Holst‘ in einen zeitgenössischen Kontext bringt. Das Publikum soll die Musik nicht nur hören, es soll sie sehen!

VORSTELLUNGSTERMINE

Die Premiere findet am 02.07.2011 in der Produktionshalle der FREYLER GmbH in Riesa statt. Weitere Aufführungstermine im Juli 2011 werden rechtzeitig bekannt gegeben.

TEILNEHMER

4 Schauspielerinnen | Schauspieler

2 Tänzerinnen | Tänzer

1 Dramaturgin | Dramaturg

1 Regieassistentin | Regieassistent

1 Bühnen- und Kostümbildnerin | Bühnen- und Kostümbildner

1 Kulturmanagerin | Kulturmanager

1 Produktionsleiterin | Produktionsleiter

1 Theaterpädagogin | Theaterpädagogen

Teilnahmebedingungen

Für die Teilnahme benötigen Sie einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit. Ob Sie die Voraussetzungen zur Förderung einer beruflichen Weiterbildung erfüllen, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt Nr. 6 der Agentur für Arbeit oder rufen Sie uns an. Gern beraten wir Sie ausführlich!

PROBENZEITRAUM

09.05.2011 – 02.07.2011

MELDESCHLUSS / NACHMELDUNGEN

Meldeschluss ist der 31.03.2011. (Poststempel).

Nachmeldungen sind nur in Ausnahmefällen bis 30.04.2011 möglich.

ANMELDUNG

Bitte schicken Sie uns Ihre Anmeldung mit den üblichen Unterlagen (Foto, Lebenslauf) an:

DRAMATEN | Studio- und Künstlertheater • Königsbrücker Str. 70 • 01099 Dresden

oder per Email an:

post@dramaten.de

Weitere Informationen

http://bw.adk-dresden.de/

http://dramaten.de

http://www.neue-elbland-philharmonie.de/

http://gallery.me.com/frameworkers1

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